Kürzer treten

Die Entwürfe zu diesem ersten Posting nach der langen Krankheitspause hätten den Brennstoff liefern können zu einem völlig neuen Blog mit dem Titel Scheiterhaufen. So nannte ich einst im paranoiden Jahr 1984 mit vollem Recht einen ersten Romanversuch, dessen Überbleibsel noch irgendwo auf meiner Spur durch verschollene Keller und Speicher in schimmelnden Kisten gammeln mögen. Aber daran wollte ich nun doch nicht anknüpfen, denn schließlich war es alles nichts, was ich mir da so zusammenspann in den vergangenen endlosen Wochen – und nichts schien selbst mir ein wenig zu gering. Nun hatte ich mir aber frühzeitig für den Neubeginn ein Ultimatum gesetzt; nämlich heute. Ich bin ja, was die Inspiration betrifft, ein etwas kauziger Fall. Wenn eine erlösende Eingebung hartnäckig sich verweigert, dann führe ich sie per höchstrichterlichem Beschluss herbei. Hiernach lautet ab dato die formale Regel für alle künftigen Beiträge in diesem Blog, dass sie nurmehr einen Absatz haben sollen, statt wie bisher deren fünf. Das wird zweifellos auf den Stil, die Tendenz, die Frequenz und den Inhalt meiner Kurzprosa Auswirkungen haben, von denen ich mich aber ebenso überraschen lassen muss wie die geschätzte Leserin, der geneigte Leser.

One Response to “Kürzer treten”

  1. Anhora Says:

    Schön, dass es hier wieder etwas zu lesen gibt und dass offenbar alles auf einem guten Weg ist. Ich hoffe es bleibt so!

    Das mit dem einen Absatz versuche ich auch immer, manchmal gelingt es sogar. Ich gehe von mir selbst aus: Allzu lange Blog-Artikel überfliege ich höchstens, weil mir die Zeit fehlt zum Lesen. Man hat ja noch anderes zu tun, und das Bloglesen geht zumindest bei mir meist nebenher zwischen anderen Tätigkeiten am PC.

    Jedenfalls: Alles Gute!

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