High & Down

Mein Rechner hat vor ein paar Tagen Psilocybin eingeworfen und ist seither völlig von der Rolle.

Ich selbst bin infolgedessen, obwohl absolut nüchtern, ebenfalls neben der Spur. Wenn durch das Versagen eines solchen unentbehrlich gewordenen Arbeitsmittels die tägliche Routine außer Tritt gerät, dann spürt man schmerzhaft, wie abhängig man von dieser komplizierten und hochsensiblen Technik geworden ist.

Hinzu kommt die Panik, dass totaler Datenverlust dräuen könnte. Gerade noch rechtzeitig habe ich alle wichtigen Dateien auf meiner externen Festplatte sichern können. Aber auch die Perspektive, den Rechner komplett neu „aufsetzen” zu müssen, ist wenig angenehm – dazu noch vor den Weihnachtstagen, an denen meine Helfer sicher andere Pläne für ihre Freizeitgestaltung haben.

Diese kurze Schadensmeldung kommt mit einem Tag Verspätung, denn gestern ließ sich der berauschte Rechner überhaupt nicht mehr hochfahren. Dank der Intervention meines jüngsten Sohnes, der einen kleinen Trick erfolgreich zur Anwendung brachte, kann ich jetzt immerhin das Versäumte noch im vertretbaren Zeitrahmen nachholen. Schließlich habe ich im Impressum versprochen: „Täglich erscheint ein Beitrag mit jeweils fünf Absätzen, in seltenen Fällen erfolgt die Publikation eines Beitrags mit einem Tag Verzögerung.” Bislang konnte ich zu meinem Wort stehen. Dass nun eine Sendepause von zwei oder mehr Tagen drohte, hat mich an den Rand der Verzweiflung gebracht.

Nachdem nun immerhin eine provisorische Überbrückung das Schlimmste verhindert hat, kann ich dennoch der Frage nicht ausweichen: Was mache ich hier eigentlich? Vielleicht sollte ich doch besser zu Papier und Bleistift zurückkehren.

2 Responses to “High & Down”

  1. Günter Landsberger Says:

    All Deine Texte müsstest Du auch durch Ausdrucken gesichert haben.

  2. Günter Landsberger Says:

    Wenden wir es ins Positive. Es gibt da ein schönes Buch aus dem verdienstvollen Berenberg Verlag. Es stammt von Joachim Kalka und hat den Titel “Hoch unten / Das Triviale in der Hochkultur”.

    http://www.berenberg-verlag.de/programm/hoch-unten/

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