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	<title>Revierflaneur &#187; Snapshot</title>
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	<description>Kleine Schritte weg von der Mitte</description>
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		<title>Bilddeutung (II)</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 07:49:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das könnte tatsächlich die Rückseite des Tores aus dem vorigen Bild sein; die Innenseite des geheimnisvollen Gebäudes. Leider wird mir kein Blick hinein in den Raum oder eher Saal gewährt, sondern ein Blick in die Gegenrichtung, auf den Eingang, durch dessen glaslose Fensterschlitze das grelle Tageslicht hineindringt und mich beinahe blendet.
Ein großer schlanker junger Mann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/06/scheunentorinnen110604.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-5982" title="scheunentorinnen110604" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/06/scheunentorinnen110604-366x300.jpg" alt="" width="366" height="300" /></a></p>
<p>Das könnte tatsächlich die Rückseite des Tores aus dem vorigen Bild sein; die Innenseite des geheimnisvollen Gebäudes. Leider wird mir kein Blick hinein in den Raum oder eher Saal gewährt, sondern ein Blick in die Gegenrichtung, auf den Eingang, durch dessen glaslose Fensterschlitze das grelle Tageslicht hineindringt und mich beinahe blendet.</p>
<p>Ein großer schlanker junger Mann hat die Tür in der Mitte einen Spalt weit geöffnet. Noch hält er wohl die Klinke in der Hand. Er steht auf der Schwelle und späht hinein.</p>
<p>Auch hier sind wieder Fässer zu sehen, verschiedener Größe, nebeneinander und aufeinandergestapelt. Links lehnt ein großes Brett oder eine schmale Kiste an der Wand, wenn es dort eine Wand gibt. Woran lehnt das Ding aber sonst? Das bleibt ein Rätsel, aber ein vermutlich unbedeutendes, an dessen Auflösung niemandem gelegen sein kann. Auf einigen Fässern stehen Flaschen unterschiedlicher Größe und Form. Sie mögen leer sein oder verschiedene Flüssigkeiten enthalten, das geht uns nichts an. Immerhin mag das kleinste Fläschchen ein konzentriertes Gift enthalten. Na, und? Niemand zwingt den Mann, davon zu trinken. Dumm ist er nicht, er würde daran schnuppern, bevor er einen Schluck nähme. Dann käme ihm der stechende Geruch, den es doch wohl ausströmte, gewiss verdächtig vor, und er würde es beiseitestellen oder gar an die rückwärtige Wand schleudern, knapp über meinen Kopf hinweg, wo es zerschellte. Aber mich schert das Fläschchen erst recht nicht, ob es nun Gift enthält oder nicht, ob es an seinen Platz zurückgestellt wird oder in meine Richtung geschleudert. Ja, nicht einmal das kann mich erschrecken. Es ist ja nur ein Bild, oder?</p>
<p>Der Mann trägt einen dunklen Anzug. An seinem erschreckend schlanken Hals zeichnet sich ein feiner weißer Hemdkragen ab. Ich möchte sagen: ,Aber kommen Sie doch herein, Herr Baron! Nur keine Scheu! Treten Sie näher!‘ Ich höre geradezu meine leicht meckernde, leicht drohende Stimme.</p>
<p>Der Herr zögert. Er scheint etwas zu fürchten. Vielleicht ist es nur, dass er nicht sicher ist, ob er mit seinem Eindringen eine Indiskretion begehen würde. Vielleicht ist es seine Vornehmheit, die ihm eigentlich verbietet, fremde Räume uneingeladen zu betreten. Aber warum hat er dann die Tür überhaupt geöffnet? Vielleicht war es Neugier. Neugier gilt ja längst nicht immer als lauteres Motiv für eine Handlung. Wer ungebeten ein fremdes Geheimnis lüftet, muss damit rechnen, dass sich ihm etwas offenbart, wovon er lieber keine Kenntnis erhalten hätte. Leider können wir den Gesichtsausdruck des Mannes nicht entschlüsseln. Das Bild ist zu unscharf, zudem liegt sein Antlitz im Halbschatten.</p>
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		<title>Bilddeutung (I)</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 17:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilddeutungen]]></category>
		<category><![CDATA[Snapshot]]></category>
		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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Vielleicht hat mich die Interpretation von Heinrichs Testament auf den Geschmack gebracht? Neuerdings kann ich jedenfalls oft der Versuchung nicht widerstehen, mir einen vielleicht spinnerten, vielleicht bezwingenden Reim auf Bilder zu machen, die mir hier und da zu Gesicht kommen. Es handelt sich dabei um ganz unterschiedliche Bilder, Fotos so gut wie Gemaltes, Kunstwerke neben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/06/scheunentoraussen110603.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-5975" title="scheunentoraussen110603" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/06/scheunentoraussen110603-366x300.jpg" alt="" width="366" height="300" /></a></p>
<p>Vielleicht hat mich die Interpretation von <a href="http://www.revierflaneur.de/kategorie/freundschaftsdienste/">Heinrichs <em>Testament</em></a> auf den Geschmack gebracht? Neuerdings kann ich jedenfalls oft der Versuchung nicht widerstehen, mir einen vielleicht spinnerten, vielleicht bezwingenden Reim auf Bilder zu machen, die mir hier und da zu Gesicht kommen. Es handelt sich dabei um ganz unterschiedliche Bilder, Fotos so gut wie Gemaltes, Kunstwerke neben Trivialem. Ich sage mittlerweile schon zu mir selbst: ,Das ist wieder eins!‘ (Nämlich ein Bild, das sich wünscht, von mir gedeutet zu werden.) Also fange ich heute einfach mal damit an.</p>
<p>Dieses Tor hat offenbar seine besten Zeiten schon gesehen. Die zum größeren Teil zerdepperten Scheiben lassen vermuten, dass der Raum dahinter nicht mehr zur Lagerung von Dingen genutzt wird, die keine Feuchtigkeit vertragen. Um welche Art Raum mag es sich handeln? Vielleicht um eine Scheune? Eine Lagerhalle? Vielleicht um einen Stall?</p>
<p>Am rechten Bildrand erkennt man gerade noch, dass es dort wohl ein genau gleich großes Tor gibt. Bilde ich es mir nur ein, dass wir uns hier einem landwirtschaftlich genutzten Gebäude gegenübersehen? Schließlich könnte es ja auch eine industrielle Lager- oder Produktionshalle sein. Oder doch immerhin um eine handwerkliche Arbeitsstätte, etwa eine Schmiede oder Küferei? Vor dem rechten Torflügel liegt immerhin etwas, das aussieht wie ein Fass. Was es enthält, kann ich nicht einmal erraten, denn ich weiß nicht, welche Art Fass das ist. Und links daneben scheint ein weiteres Fass zu stehen, auf dem ich noch ein weiteres Fässchen gewahre. Das könnte aber auch ein Eimer sein. Jedenfalls ist das Gemäuer alt. Heute würde man Eingangstore kaum mehr mit einem solchen Rundbogen bauen. Ich bin kein Fachmann für Architekturgeschichte, aber doch ziemlich sicher, dass dieses Bauwerk mindestens hundert Jahre alt ist.</p>
<p>Waagerecht läuft ein schwarzer Strich durchs Bild. Da er sich über das Mauerwerk ebenso erstreckt wie über das Holz des Tores, handelt es sich vermutlich um einen Strich auf dem Foto, nicht in der Wirklichkeit. Oder doch? Vielleicht ist ja dort in einigem Abstand zum Hintergrund ein schwarzes Seil gespannt. Aber warum? Außerdem gibt es zahlreiche, feinere vertikale Striche, in unregelmäßigen Abständen und von verschiedener Länge und Stärke. Es könnte sich also um ein Foto aus einem Film handeln. Das wäre doch was! Kintopp auf dem Bauernhof.</p>
<p>Den Anblick des Gemäuers mit dem ramponierte Zugang zu einem ungewissen Innenraum empfinde ich als unangenehm. Ich wüsste gern und doch wieder nicht, was sich hinter diesem Tor verbirgt. Ich weiß nicht, ob ich das Tor öffen würde, wenn es mir im wirklichen Leben und nicht bloß auf einem Bild begegnete. Vielleicht würde ich sogar der Versuchung widerstehen, wenigstens einmal einen kurzen Blick durch einen der zerborstenen Fensterschlitze zu werfen. Offenbar möchte ich mir nicht vorstellen, welcher Anblick sich mir hinter diesem Tor böte.</p>
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		<title>Chaos chétif</title>
		<link>http://www.revierflaneur.de/2011/05/18/chaos-chetif/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 17:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
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(Ohne Worte.)
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/malzurabwechslung110518.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-5894" title="malzurabwechslung110518" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/malzurabwechslung110518-400x155.jpg" alt="" width="400" height="155" /></a></p>
<p>(Ohne Worte.)</p>
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		<title>Anarchie désolé</title>
		<link>http://www.revierflaneur.de/2011/05/17/anarchie-desole/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 17:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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(Ohne Worte.)
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/anarchiedesole110517.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-5889" title="anarchiedesole110517" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/anarchiedesole110517-400x241.jpg" alt="" width="400" height="241" /></a></p>
<p>(Ohne Worte.)</p>
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		<title>Grau alle Theorie</title>
		<link>http://www.revierflaneur.de/2011/05/15/grau-alle-theorie/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 19:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
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(Ohne Worte.)
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/buntwaesche110515.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-5882" title="buntwaesche110515" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/buntwaesche110515-400x199.jpg" alt="" width="400" height="199" /></a></p>
<p>(<a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/L%27Assommoir">Ohne Worte</a>.)</p>
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		<title>Magendarm (Forts.)</title>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 18:07:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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(Ohne Worte.)
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/magendarm1105121.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-5871" title="magendarm110512" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/magendarm1105121-400x185.jpg" alt="" width="400" height="185" /></a></p>
<p>(Ohne Worte.)</p>
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		<title>Magendarm</title>
		<link>http://www.revierflaneur.de/2011/05/11/magendarm/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 17:21:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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(Ohne Worte.)
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/magendarm110511.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-5864" title="magendarm110511" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/magendarm110511-400x202.jpg" alt="" width="400" height="202" /></a></p>
<p>(Ohne Worte.)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ochmööönsch (II)</title>
		<link>http://www.revierflaneur.de/2011/05/06/ochmooonsch-ii/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 15:57:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Snapshot]]></category>
		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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		<description><![CDATA[
Beim Anblick dieses lädierten Quintapeds überwältigt mich wieder einmal mein Mitleid mit den Dingen. Was hat er denn da, an seinen beiden bandagierten Rollfüßchen? Ist er am Ende gar ausrangiert? Erwartet ihn das traurige Schicksal jedes Menschenmöbels: die Reise nach Wegdamit?
Wie alt mag das rückenfreundliche Bürostühlchen wohl sein? Es sollte mich nicht wundern, wenn es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/fusslahmerbuerostuhl10506.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-5833" title="fusslahmerbuerostuhl10506" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/fusslahmerbuerostuhl10506-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a></p>
<p>Beim Anblick dieses lädierten Quintapeds überwältigt mich wieder einmal mein Mitleid mit den Dingen. Was hat er denn da, an seinen beiden bandagierten Rollfüßchen? Ist er am Ende gar ausrangiert? Erwartet ihn das traurige Schicksal jedes Menschenmöbels: die Reise nach <a href="http://www.revierflaneur.de/2011/03/04/wegdamit-heist-agbogbloshie/">Wegdamit</a>?</p>
<p>Wie alt mag das rückenfreundliche Bürostühlchen wohl sein? Es sollte mich nicht wundern, wenn es gerade mal fünf schlappe Jährchen auf der buckligen Rückenlehne hat. In dem Alter ist unsereins ja nicht mal eingeschult. Und nun schon auf den Friedhof für Sachen?</p>
<p>Dann scheint ein böser Zufall den Stuhl dazu verurteilt zu haben, ausgerechnet vor einer Kulisse seiner Entsorgung harren müssen, die gerade in ihrer porösen Abgenutztheit die Dauerhaftigkeit menschgemachter Gegenstände demonstriert: Das Fachwerk-Gemäuer im Hintergrund bringt es gut und gern auf 187 Jahre!</p>
<p>Der mittig gescheitelte Herr <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stencil">Stencil</a> blickt jedenfalls mit indignierter Herablassung vom Putz herab auf die Szenerie, wenngleich er vermutlich noch jünger ist als die fußkranke Sitzgelegenheit.</p>
<p>Aber vielleicht interpretiere ich das Ensemble am Straßenrand auch völlig falsch! Vielleicht wurden die beiden Rollen nur deshalb mit Schaumgummituch bandagiert, damit der Stuhl sich nicht selbstständig machen und <em>davonrollen</em> … resp. davongerollt <em>werden</em> kann? Schade. Ich war in Gedanke schon damit beschäftigt, das gute Stück zu retten. Es sieht doch wirklich noch ganz passabel aus. – Ochmööönsch!</p>
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		<item>
		<title>Ochmööönsch! (I)</title>
		<link>http://www.revierflaneur.de/2011/05/05/ochmooonsch/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 08:32:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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		<description><![CDATA[
Neulich sagte eine meinem Blog gewogene Freundin: „Da hast Du ja wieder gegeifert! Ätzend.“ Das saß, weil es stimmte; auch das ,wieder‘. Ich verrate jetzt nicht, welchen Beitrag sie meinte, das ist ja ganz gleich. Es gibt genug von der Sorte in meinem Blog.
Ich ging in mich. Haderte mit mir. Wozu so viel Bitterkeit? Na [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/wolkensonnegraffitipimmeltag110505.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-5827" title="wolkensonnegraffitipimmeltag110505" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/05/wolkensonnegraffitipimmeltag110505-298x300.jpg" alt="" width="298" height="300" /></a></p>
<p>Neulich sagte eine meinem Blog gewogene Freundin: „Da hast Du ja wieder gegeifert! Ätzend.“ Das saß, weil es stimmte; auch das ,wieder‘. Ich verrate jetzt nicht, welchen Beitrag sie meinte, das ist ja ganz gleich. Es gibt genug von der Sorte in meinem Blog.</p>
<p>Ich ging in mich. Haderte mit mir. Wozu so viel Bitterkeit? Na ja, es ist schließlich nicht viel Süßes zu vermelden aus diesen Endzeittagen, oder? Es sei denn, ich wollte Knall auf Fall blöd, blind oder falsch werden, wie ein guter Teil jener Schönwetter-Onlinetexter, die Optimismus versprühen wie ein giftiges Gas, mit Veilchenduft zur Tarnung. Gute Laune zu mimen in Zeiten größter Not, das ist doch infam, oder? Nicht mit mir.</p>
<p>Jetzt gerade lese ich, dass Helmut Schmidt sein neuestes Buch veröffentlicht, natürlich mit Erfolgsgarantie. Schon Titel und Thema rennen alle offenen Türen ein: <em>Religion in der Verantwortung – Gefährdung des Friedens im Zeitalter der Globalisierung.</em> Der Rezensent weiß, warum das weggehen wird wie geschnitten Brot: „Die globalisierte Moderne ist von ungeheuerlicher Komplexität. Da ist es gut, wenn zumindest einer die Wirren der Welt durchschaut, historisch herleitet und strukturell analysiert.“ (Johann Hinrich Claussen: <em>Der alte König;</em> in: <em>SZ</em> Nr. 103 v. 5. Mai 2011, S. 11.) – Fazit: Die Menschen wollen Trost!</p>
<p>Tut mir leid, da sind sie bei mir an der falschen Adresse! Ich bin ja im Gegenteil darauf spezialisiert, falsche Trostversprechen zu entlarven; Schönfärbereien so gründlich zu entmischen, dass ein tristes Grau in Grau dabei rauskommt; Spaßmacher ernst zu nehmen, bis Tränen fließen. Aber jetzt ist doch Frühling! Da verspürt selbst jemand wie ich die Neigung, nach einem Hoffnungsschimmer Ausschau zu halten.</p>
<p>Da fielen mir die vielen kleinen Momente ein, die ich auf meinen täglichen Flanerien durch die Straßen meiner Vaterstadt mit dem stillen Kommentar <em>Ochmööönsch!</em> versehe. Die will ich künftig fotografieren und hier in einer neuen Rubrik sammeln. Ganz ohne Bitterkeit.</p>
<p>[Photographie: Manuel Hessling.]</p>
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		<title>Ohne Worte (I)</title>
		<link>http://www.revierflaneur.de/2011/01/31/ohne-worte-i/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 18:18:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/01/gefaellterbaum1.JPG"><img class="alignnone size-medium wp-image-5417" title="gefaellterbaum" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2011/01/gefaellterbaum1-400x265.jpg" alt="gefaellterbaum" width="400" height="265" /></a></p>
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