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	<title>Revierflaneur &#187; Würfelwürfe</title>
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	<description>Kleine Schritte weg von der Mitte.</description>
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		<title>AtM XI.21-25 (Schluss)</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 12:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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XI.21: „Welche Qualen ziehen Sie dem Tod vor?“ – Ich erinnere mich an genau drei Gelegenheiten, bei denen körperliche Schmerzen so unerträglich waren, dass ich mir wünschte, zu sterben: irgendwann in der Kindheit, als ein Ohrenschmerz unbekannter Ursache mich überwältigte; an den Wundschmerz nach der Operation an meinem rechten Fuß am 20. Juli 1972; und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/parkfriedhof1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4357" title="parkfriedhof" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/parkfriedhof1-400x208.jpg" alt="parkfriedhof" width="400" height="208" /></a></p>
<p>XI.21: <em>„Welche Qualen ziehen Sie dem Tod vor?“</em> – Ich erinnere mich an genau drei Gelegenheiten, bei denen körperliche Schmerzen so unerträglich waren, dass ich mir wünschte, zu sterben: irgendwann in der Kindheit, als ein Ohrenschmerz unbekannter Ursache mich überwältigte; an den Wundschmerz nach der Operation an meinem rechten Fuß am 20. Juli 1972; und an eine außergewöhnliche Migräneattacke wohl im Jahr 1989, aus der mich ein Notarzt mit einer Spritze befreien musste, nachdem ich begonnen hatte, mit dem Kopf gegen die Wand zu hämmern. Alle körperlichen Qualen unterhalb dieser Toleranzschwelle ziehe ich somit dem Tod vor, wobei ich mir vorstellen kann, dass mich auch schwächere Schmerzen in einen Lebensüberdruss treiben könnten, wenn sie dauerhaft sind und unbehebbar scheinen, sodass sie mich an allem hindern, was mir das Leben lebenswert macht. Wenn auch seelische Qualen gemeint sind, dann erinnere ich mich an den höllischen Zeitabschnitt zwischen August 1969, als mein Vater starb, und November 1975, als ich mich glücklich verliebte, in der mir das erhoffte Nichts nach dem Tod meist angenehmer erschien als das Dasein zwischen Aufwachen und Einschlafen.</p>
<p>XI.22: <em>„Wenn Sie an ein Reich der Toten (Hades) glauben: beruhigt Sie die Vorstellung, daß wir uns alle wiedersehen auf Ewigkeit, oder haben Sie deshalb Angst vor dem Tod?“</em> – Erstens glaube ich nicht nur nicht an einen Hades, sondern weiß, dass dieses Totenreich nur in der Einbildung unverschuldet unaufgeklärter Vorfahren existierte (und schuldhaft unaufgeklärter Zeitgenossen noch immer existiert). Zweitens bedarf ich keiner Beruhigung angesichts meines persönlichen Todes, vor dem ich Angst nur habe im Hinblick auf meine diesseitigen Pflichten, nicht wegen einer wie auch immer ausgeschmückten Jenseitigkeit, die bloßes Wunschdenken oder Wahngebilde ist.</p>
<p>XI.23: <em>„Können Sie sich ein leichtes Sterben denken?“</em> – Ja, als ein hohes Ideal: Wenn eine vollkommene Lebenssattheit erreicht ist: alle Zweifel ausgeräumt, alle Pflichten erfüllt und alle Genüsse ausgekostet sind – und wenn ich darauf vertrauen könnte, durch meinen Tod niemandem das Gefühl einer Entbehrung zu hinterlassen.</p>
<p>XI.24: <em>„Wenn Sie jemand lieben: warum möchten Sie nicht der überlebende Teil sein, sondern das Leid dem andern überlassen?“</em> – Tertium datur: Gleichzeitigkeit wäre das ideale Dritte. Da diese Variante so selten und damit unwahrscheinlich ist, entschuldige ich meinen Egoismus vorab mit der Hoffnung, dass sie um mich nicht so sehr trauern wird wie ich um sie.</p>
<p>XI.25: <em>„Wieso weinen die Sterbenden nie?“</em> – Ist das so? Die Fragestellung scheint mir (wie manch andere in diesen <em>Fragebogen</em>) unseriös, denn sie unterstellt eine unbeweisbare Tatsache. Allenfalls könnte man die immer noch reichlich gewagte Behauptung aufstellen, dass nie ein weinender Sterbender beobachtet wurde. Aber dann dürfte die Frage ja höchstens lauten, wieso unter Beobachtung Sterbende niemals weinen. Vielleicht, weil sie sich schämen, bis zuletzt? Die allein Sterbenden weinen vielleicht sehr häufig, wer will das denn bestreiten? Und welchen Unterschied macht es für die Überlebenden, welche Gemütsverfassung die Sterbenden zuletzt an den Tag legen? Ist es von Belang? Der Moment dieses Übergangs erfährt seine Bedeutung doch allein daraus, dass wir den Betroffenen über seine Erfahrung hiervon anschließend nicht mehr befragen können. Drei Anthologien letzter Worte auf dem Totenbett habe ich studiert und erinnere mich nicht, dass dort von Tränen der Sterbenden je die Rede war. Aber das hat nichts zu bedeuten, denn in diesen Büchern kommen ja nur die redseligen Sterbenden vor, die vielleicht nur deshalb nicht weinen, weil sie das Reden für ein vornehmeres Tun halten als das Weinen. Mit welchem Recht? Die ,Heulsusen‘ finden eben nicht so leicht Dokumentare in der Bücherwelt. Das allerletzte Wort auf diese letzte Frage überlasse ich Egon Friedell: ,Vorsicht, bitte!‘ (Zit. nach Hans Halter: <em>Ich habe meine Sache hier getan.</em> Berlin: Bloomsbury Berlin, 2007, S. 86.)</p>
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		<title>AtM XI.16-20</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 08:18:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Questionnaire]]></category>
		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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XI.16: „Haben Sie schon Tote geküßt?“ – Nein. Als ich die Frage zum ersten Mal las, dachte ich: Wie kann man nur! Als ich darüber nachdachte, wer dafür in meinem Fall in Frage käme, erschien es mir doch nicht mehr so abwegig. Ich hoffe aber, dass mir erspart bleibt, einen solchen jedenfalls doch zu späten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/derhimmelwarblaununherrschtdienacht.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4352" title="derhimmelwarblaununherrschtdienacht" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/derhimmelwarblaununherrschtdienacht-400x192.jpg" alt="derhimmelwarblaununherrschtdienacht" width="400" height="192" /></a></p>
<p>XI.16: <em>„Haben Sie schon Tote geküßt?“</em> – Nein. Als ich die Frage zum ersten Mal las, dachte ich: Wie kann man nur! Als ich darüber nachdachte, wer dafür in meinem Fall in Frage käme, erschien es mir doch nicht mehr so abwegig. Ich hoffe aber, dass mir erspart bleibt, einen solchen jedenfalls doch zu späten Liebesbeweis in Erwägung zu ziehen.</p>
<p>XI.17: <em>„Wenn Sie nicht allgemein an Tod denken, sondern an ihren persönlichen Tod: sind Sie jeweils erschüttert, d. h. tun Sie sich selbst leid oder denken Sie an Personen, die Ihnen nach Ihrem Hinschied leidtun?“</em> – Weder dies noch jenes. Wenn ich nach meinem Tod ,Mäuschen spielen‘ könnte, würde mich allenfalls schockieren, wie schnell auch meine allernächsten Angehörigen zur Tagesordnung übergehen, sich über Trivialitäten austauschen, gar lachen usw. Aber da ich dies ja jetzt vorab ganz nüchtern erwäge, könnte mich das dann doch wieder nicht aus der Fassung bringen. Und dass es Menschen gibt, denen es ohne mich wirklich langfristig schlechter geht als in der Zeit meines Daseins, das glaube ich ebenfalls nicht. So wichtig nehme ich mich nicht, gerade im privaten Rahmen bin ich vermutlich eher entbehrlich bzw. leicht zu ersetzen.</p>
<p>XI.18: <em>„Möchten Sie lieber mit Bewußtsein sterben oder überrascht werden von einem fallenden Ziegel, von einem Herzschlag, von einer Explosion usw.?“</em> – Mal so, mal so. Ich halte mich für alle Varianten offen und warte ab, was das Schicksal für mich in petto hat. Vielleicht entgeht mir mein Sterben ja auch ganz, indem ich meine Lebensgeister in völliger Umnachtung aufgebe. Warten wir’s ab!</p>
<p>XI.19: <em>„Wissen Sie, wo Sie begraben sein möchten?“</em> – Das möchte ich meinen Hinterbliebenen überlassen, denn sie sind es ja, die gegebenenfalls für die Kosten, Pacht und Pflege aufkommen müssen. Auch weiß ich nicht, ob sie eines konkreten Ortes bedürfen, um meiner zu gedenken, noch ob sie überhaupt ein Bedürfnis verspüren, an mich erinnert zu werden.</p>
<p>XI.20: <em>„Wenn der Atem aussetzt und der Arzt es bestätigt: sind Sie sicher, daß man in diesem Augenblick keine Träume mehr hat?“</em> – Nein. Ich halte es aber auch für irrelevant, denn es gibt ja kurz drauf keine Instanz mehr, die sich dieser Träume erinnern könnte.</p>
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		<title>AtM XI.11-15</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 12:24:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Questionnaire]]></category>
		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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XI.11: „Wenn Sie gerade keine Angst haben vor dem Sterben: weil Ihnen dieses Leben gerade lästig ist oder weil Sie gerade den Augenblick genießen?“ – Abgesehen davon, dass dieser Fragesatz ,gerade‘ daherkommt wie auf zwei Holzbeinen: Für mich ist die Angst vorm Sterben kein Dauerzustand, sondern seltene Ausnahme. In der Regel denke ich nicht an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/leichenfeldnachweltkriegzwei.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4348" title="leichenfeldnachweltkriegzwei" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/leichenfeldnachweltkriegzwei-398x300.jpg" alt="leichenfeldnachweltkriegzwei" width="398" height="300" /></a></p>
<p>XI.11: <em>„Wenn Sie gerade keine Angst haben vor dem Sterben: weil Ihnen dieses Leben gerade lästig ist oder weil Sie gerade den Augenblick genießen?“</em> – Abgesehen davon, dass dieser Fragesatz ,gerade‘ daherkommt wie auf zwei Holzbeinen: Für mich ist die Angst vorm Sterben kein Dauerzustand, sondern seltene Ausnahme. In der Regel denke ich nicht an Tod und Sterben, und keineswegs nur oder vorzugsweise dann, wenn ich den Augenblick genieße oder wenn mir das Leben zu einer Last wird.</p>
<p>XI.12: <em>„Was stört Sie an Begräbnissen?“</em> – Das kann ich nicht sagen, denn ich habe noch nie an einem Begräbnis teilgenommen; sondern lediglich an zwei Trauerfeiern. Bei der ersten war ich zur Teilnahme verpflichtet, wie der größte Teil der Gäste neben mir auch. Eine einflussreiche Persönlichkeit wurde dort verabschiedet. An besonders störende Einzelheiten kann ich mich nicht erinnern. Allenfalls war ich etwas angespannt, weil ich nicht ganz genau wusste, wie ich mich zu verhalten hatte. Ein ernstes Gesicht zu schneiden, wenn mir eigentlich zum Lachen zumute ist, macht mir nichts aus, da bringe ich noch ganz andere mimische Bluffs zuwege. Bei meiner zweiten Feier am frisch verschlossenen Sarg hielt ich die Trauerrede. Anwesend waren nur meine allernächsten Angehörigen, meine Mutter, meine Schwester und mein Schwager, meine Frau und unsere Kinder, sowie zwei Angestellte des Bestattungsunternehmens, die sich im Anschluss anerkennend über die Professionalität meiner rhetorischen Leistung äußerten. Hauptperson dieser Veranstaltung war meine 98-jährige Großmutter mütterlicherseits. Es war mir eine Freude, ihr diesen letzten Dienst erweisen zu dürfen. Hat mich etwas gestört? Auch in diesem Falle nicht. – Allenfalls stört mich an den mancherlei Begräbnissen, zu denen ich zwar eingeladen war oder bei denen ich doch immerhin aus freien Stücken hätte erscheinen können, denen ich aber bewusst und aus wohlerwogenen Gründen fernblieb, dass sie bei mir über den Tag hinaus den Rest eines Schuldgefühls hinterließen, wider alle Vernunft und doch untilgbar. Damit kann ich aber leben, es wird mein ausweichendes Verhalten auch in der Zukunft nicht ändern, das dem Verdikt des Heraklit folgt: ,Man soll Leichen eher wegwerfen als Mist.‘</p>
<p>XI.13: <em>„Wenn Sie jemand bemitleidet oder gehaßt haben und zur Kenntnis nehmen, daß er verstorben ist: was machen Sie mit Ihrem bisherigen Haß auf seine Person beziehungsweise mit Ihrem Mitleid?“</em> – Was wird aus der Kerzenflamme, wenn sie ausgepustet wird? Ein verglimmendes Lichtlein und ein immer feiner werdender Faden Rauch. So vergehen und verblassen mit den Jahren auch alle Gefühle, die wir mit verstorbenen Personen verbinden, oder?</p>
<p>XI.14: <em>„Haben Sie Freunde unter den Toten?“</em> – Viel mehr als unter den Lebenden, so viel ist gewiss; und die verlässlicheren ohnehin, denn sie können mich nicht mehr enttäuschen.</p>
<p>XI.15: <em>„Wenn Sie einen toten Menschen sehen: haben Sie dann den Eindruck, daß Sie diesen Menschen gekannt haben?“</em> – Tote Menschen <em>,in natura‘,</em> also als Leichen, habe ich mit Ausnahme meiner oben (XI.12) erwähnten Oma noch nicht gesehen, auf Fotos oder in Filmen natürlich oft. Andererseits ist der Eindruck, einen Menschen zu kennen oder gekannt zu haben, stets fragwürdig, <em>dead or alive.</em> Was also soll die Frage? Allenfalls taugt sie als Inspirationsquelle für den Drehbuchautor eines Blockbusters. Der Held sieht aus der Ferne in einer fremden Stadt einen Menschen, den er längst gestorben glaubte. Er heftet sich an dessen Fährte und kommt dabei einem finsteren Geheimnis auf die Spur. Moral: Auch deinem Allernächsten kannst du nicht trauen.</p>
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		<title>AtM XI.6-10</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 07:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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XI.6: „Wovor haben Sie mehr Angst: daß Sie auf dem Totenbett jemand beschimpfen könnten, der es nicht verdient, oder daß Sie allen verzeihen, die es nicht verdienen?“ – Wir verdienen alle das Gleiche, nämlich auf dem Totenbett bessere Ideen zu haben als andere zu beschimpfen oder anderen zu verzeihen. Kann denn das andauernde Bewerten anderer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/totenmaskeferdinandprinzvonpreussen.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4346" title="totenmaskeferdinandprinzvonpreussen" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/totenmaskeferdinandprinzvonpreussen-400x242.jpg" alt="totenmaskeferdinandprinzvonpreussen" width="400" height="242" /></a></p>
<p>XI.6: <em>„Wovor haben Sie mehr Angst: daß Sie auf dem Totenbett jemand beschimpfen könnten, der es nicht verdient, oder daß Sie allen verzeihen, die es nicht verdienen?“</em> – Wir verdienen alle das Gleiche, nämlich auf dem Totenbett bessere Ideen zu haben als andere zu beschimpfen oder anderen zu verzeihen. Kann denn das andauernde Bewerten anderer in Wort und Tat nicht endlich einmal ein Ende haben? Wenigstens auf dem Totenbett?</p>
<p>XI.7: <em>„Wenn wieder ein Bekannter gestorben ist: überrascht es Sie, wie selbstverständlich es Ihnen ist, daß die andern sterben? Und wenn nicht: haben Sie dann das Gefühl, daß er Ihnen etwas voraushat, oder fühlen Sie sich überlegen?“</em> – Es ist mir nicht selbstverständlich. Ich empfinde es immer, ganz gleich ob bei nahen Bekannten oder wildfremden Prominenten, als eine extreme Außergewöhnlichkeit, wenn er oder sie gestorben ist. So fern mir ansonsten Bazon Brock ist, so sehr hat er mir doch aus dem Herzen gesprochen mit seiner geglückten Sentenz: ,Der Tod muss abgeschafft werden, diese verdammte Schweinerei muss aufhören.‘ Selbst wenn jene, die es gerade traf, eher zu meinen Feinden zählten, war ich doch immer empört darüber, dass ihr Weggang sie mir und meiner Abneigung definitiv entzog. Und immer empfand ich es als eine Torheit erster Ordnung, als religiösen Kitsch, diese Flucht einen ,Heimgang‘ zu nennen, wo es doch ein Abzug in die fernste Fremde ist. Ob die Hingegangenen mir etwas voraushaben, vermag ich nicht zu sagen; sicher aber habe ich ihnen dies voraus: dass ich ihren Abgang von hier aus betrachten konnte.</p>
<p>XI.8: <em>„Möchten Sie wissen, wie Sterben ist?“</em> – Ich weiß es doch, denn ich sterbe seit ich denken kann täglich um ein Geringes, bis ich endlich gar nicht mehr bin.</p>
<p>XI.9: <em>„Wenn Sie sich unter bestimmten Umständen schon einmal den Tod gewünscht haben und wenn es nicht dazu gekommen ist: finden Sie dann, daß Sie sich geirrt haben, d. h. schätzen Sie infolgedessen die Umstände anders ein?“</em> – Ja.</p>
<p>XI.10: <em>„Wem gönnen Sie manchmal Ihren eigenen Tod?“</em> – Immer allen nur das Beste.</p>
<p>[Titelbild aus: <em>Das letzte Gesicht.</em> Zürich – Leipzig: Orell Füssli Verlag, 1929, Abb. 38 (Ausschnitt).]</p>
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		<title>AtM XI.1-5</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 12:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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XI.1: „Haben Sie Angst vor dem Tod und seit welchem Lebensjahr?“ – Eine meiner frühen Kindheitserinnerungen: Ich habe vom Tod eines Menschen erfahren und frage meinen Vater, der mir vorm Schlafengehen eine gute Nacht wünscht, ob jeder Mensch sterben müsse. ,Ja.‘ Ob ich auch sterben müsse? ,Ja, aber bis dahin ist es ja noch eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/irgendwannistebenende.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4342" title="irgendwannistebenende" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/irgendwannistebenende-400x276.jpg" alt="irgendwannistebenende" width="400" height="276" /></a></p>
<p>XI.1: <em>„Haben Sie Angst vor dem Tod und seit welchem Lebensjahr?“</em> – Eine meiner frühen Kindheitserinnerungen: Ich habe vom Tod eines Menschen erfahren und frage meinen Vater, der mir vorm Schlafengehen eine gute Nacht wünscht, ob jeder Mensch sterben müsse. ,Ja.‘ Ob ich auch sterben müsse? ,Ja, aber bis dahin ist es ja noch eine sehr, sehr lange Zeit. Du bist ja gerade einmal geboren.‘ Ob es denn gar kein Mittel dagegen gebe? ,Nein.‘ Doch das Thema lässt mir keine Ruhe. Am nächsten Abend frage ich ihn, ob es nicht möglich sei, dass die Menschen irgendwann etwas gegen das Sterben erfinden. ,Das ist sehr unwahrscheinlich.‘ Aber die Menschen haben doch schon so viele Sachen erfunden, die es vorher nicht gab. ,Ja, vielleicht. Unmöglich ist auch das nicht.‘ Inzwischen hoffe ich nicht mehr darauf, diese Erfindung zu erleben, aber nicht deshalb, weil sie noch immer weit außerhalb der technischen Möglichkeiten liegt, sondern weil ich sie nicht mehr für erstrebenswert halte, weder für den einzelnen Menschen, noch für die Menschheit insgesamt, noch für die restliche Natur auf der Erde. Für diesen Gesinnungswandel gibt es verschiedene Gründe. (Einer davon, der vielleicht philosophisch anspruchsvollste, ist zum Beispiel in der Erzählung <em>El inmortal</em> von Jorge Luis Borges versteckt.)</p>
<p>XI.2: <em>„Was tun Sie dagegen?“</em> – Wenn ich noch etwas gegen den Tod habe, dann ist es die Sorge, er könnte mich zu einem Zeitpunkt ereilen, an dem ich meine Angelegenheiten hienieden noch nicht zu einem befriedigenden Ende gebracht und meine Hinterlassenschaften noch nicht hinreichend geordnet habe. Aber manchmal zweifle ich auch, ob dies überhaupt jemals möglich ist und ob ich mir nicht nur vorspiele, dass für mich hier noch so viel zu tun sei, damit ich eine Legitimation habe, am Leben zu bleiben.</p>
<p>XI.3: <em>„Haben Sie keine Angst vor dem Tod (weil Sie materialistisch denken, weil Sie nicht materialistisch denken), aber Angst vor dem Sterben?“ </em>– Ich denke weder ,materialistisch‘ noch ,nicht materialistisch‘, so einfach ist das mit meinem Denken nicht – und übrigens geht es bei solchen Angelegenheiten wie denen von Sterben und Tod auch nicht nur um mein Denken. Vor dem Sterben fürchte ich mich tatsächlich, denn ich weiß, dass dies mitunter ein sehr schmerzvoller und langwieriger Vorgang sein kann, der einen Menschen im schlimmsten Fall dazu bringt, seine Würde zu verlieren. Ich hoffe, dass mir bis zuletzt die Möglichkeiten und die Kraft erhalten bleiben, einen solchen elenden ,finalen Zustand‘ zu vermeiden, bzw. dass die mir Nahestehenden ihn mir ersparen können.</p>
<p>XI.4: <em>„Möchten Sie unsterblich sein?“</em> – Nein. (Vielleicht allenfalls in der ewigen Fortdauer meiner besten Lebensäußerungen, die aber für die Nachwelt auch nicht an meine Person oder meinen Namen geknüpft sein müssen.)</p>
<p>XI.5: <em>„Haben Sie schon einmal gemeint, daß Sie sterben, und was ist Ihnen dabei eingefallen: a. was Sie hinterlassen? b. die Weltlage? c. eine Landschaft? d. daß alles eitel war? e. was ohne Sie nie zustandekommen wird? f. die Unordnung in den Schubladen?“</em> – Ja, drei oder fünf Situationen gab es, da war mir brenzlig zumute. Noch vor ein paar Wochen gab es Hinweise auf Krebs in den ableitenden Harnwegen. Was fiel mir da ein? Dass ich (a. &amp; f.) ein ziemliches Chaos hinterlassen würde, wenn jetzt alles ganz schnell ginge. Dass (b.) die Weltlage jedenfalls aussichtslos ist, ob mit mir oder ohne mich. Dass das, was (e.) durch mich zustandegekommen ist und das ich keineswegs ,eitel‘ nennen würde, für mehrere Durchschnittsleben reicht. Und dass ich (c.) meine letzten wachen Momente gern im Anblick einer ganz bestimmten Landschaft zubrächte, aus einer ganz bestimmten Perspektive betrachtet.</p>
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		<title>AtM X. Intermezzo</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 10:36:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Questionnaire]]></category>
		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das Ziel ist in Sicht. Der letzte Fragebogen widmet sich, wie könnte es anders sein, jenen ,letzten‘ Fragen nach Sterben und Tod. Hier könnte es noch einmal spannend werden.
Der Fragende selbst, dem man zeit seines reifen Erwachsenenlebens kaum jemals ohne Pfeife im Mund begegnen konnte, wie man auf zahlreichen Fotos zwischen 1948 und 1984 sehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/loveparadeduisburgzweitausendzehn.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4339" title="loveparadeduisburgzweitausendzehn" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/loveparadeduisburgzweitausendzehn-400x214.jpg" alt="loveparadeduisburgzweitausendzehn" width="400" height="214" /></a></p>
<p>Das Ziel ist in Sicht. Der letzte Fragebogen widmet sich, wie könnte es anders sein, jenen ,letzten‘ Fragen nach Sterben und Tod. Hier könnte es noch einmal spannend werden.</p>
<p>Der Fragende selbst, dem man zeit seines reifen Erwachsenenlebens kaum jemals ohne Pfeife im Mund begegnen konnte, wie man auf zahlreichen Fotos zwischen 1948 und 1984 sehen kann, hätte gute Aussicht auf ein Bronchialkarzinom gehabt, oder einen Krebs auf der Zungenspitze. Es war dann aber ein Darmkrebs, mit Metastasen auf der Leber, was ihn zur Strecke brachte.</p>
<p>Fast ein Jahrzehnt vorher hatte er sich mit dem Unausweichlichen sehr unmittelbar auseinandergesetzt, als er seinen guten Freund Peter Noll auf eine ,Abschiedsreise vom Leben‘ nach Ägypten begleitete. Der an Blasenkrebs erkrankte Noll hatte nach der Diagnose alle lebensverlängernden medizinischen Maßnahmen abgelehnt und über seinen Entschluss und dessen Folgen für sein restliches Leben in einem Buch berichtet, das posthum mit der Totenrede von Max Frisch erschien (<em>Diktate über Sterben und Tod.</em> Zürich: Pendo Verlag, 1984). Neuerdings kann man auch nachlesen, was Frisch über die Ägyptenreise 1982 tagesaktuell notiert hat (<em>Entwürfe zu einem dritten Tagebuch. </em>Berlin: Suhrkamp Verlag, 2010). Man könnte sich fragen, ob er die eine oder andere Frage im XI. Fragebogen von 1971 anders gestellt hätte, unterm Eindruck dieser unmittelbaren Konfrontation. Aber ich stelle mir solche biographischen Fragen, die mich zu Beginn meiner Einlassung auf die <em>Fragebogen</em> noch beschäftigt haben, längst nicht mehr. Woran mag das liegen? Ich muss wohl gestehen, dass mir bei der Analyse der Frisch’schen Fragen sowohl die Achtung für die Person als auch das Interesse an dem Schriftsteller und Intellektuellen Max Frisch abhandengekommen ist. Aber da es mehr oder weniger dumme Menschen wohl geben mag, aber dumme Fragen mindestens insofern nicht, als sich eine kluge Antwort noch auf jede Frage denken lässt, bemühe ich mich auf der letzten Etappe um einen Abschluss mit Anstand.</p>
<p>In seinem <em>Dritten Tagebuch</em> bringt der Fragensteller angesichts des sterbenden Freundes folgendes Memento mori zu Papier: „Im Gegensatz zu Peter kenne ich meine Todesursache noch nicht – was nicht heisst, dass ich mehr Zeit habe als er. Zeit wofür?“ (A. a. O., S. 67.)</p>
<p>Die Antwort, die sich der Dichter selbst darauf gibt, gebietet mir mein Takt zu verschweigen.</p>
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		<title>AtM X.21-25</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 16:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Questionnaire]]></category>
		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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		<description><![CDATA[
X.21: „Wieso?“ – Entfällt, da mir ja keine Arbeitskräfte außer der eigenen gehören (s. unten Antwort zu Frage X.20).
X.22: „Leiden Sie manchmal unter der Verantwortung des Eigentümers, die Sie nicht den andern überlassen können, ohne Ihr Eigentum zu gefährden, oder ist es die Verantwortung , die Sie glücklich macht?“ – Ach, die Verantwortung für mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/onecediofghana.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4334" title="onecediofghana" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/onecediofghana-400x178.jpg" alt="onecediofghana" width="400" height="178" /></a></p>
<p>X.21: <em>„Wieso?“</em> – Entfällt, da mir ja keine Arbeitskräfte außer der eigenen gehören (s. unten Antwort zu Frage X.20).</p>
<p>X.22: <em>„Leiden Sie manchmal unter der Verantwortung des Eigentümers, die Sie nicht den andern überlassen können, ohne Ihr Eigentum zu gefährden, oder ist es die Verantwortung , die Sie glücklich macht?“</em> – Ach, die Verantwortung für mein Eigentum hält sich sehr in Grenzen, wie sich auch der Umfang meines Eigentums selbst in Grenzen hält. Ich erwähnte ja bereits bei anderer Gelegenheit, dass nicht einmal die obligatorischen Ausstattungsstücke kleinbürgerlichen Komforts, wie ein Automobil oder ein Fernsehempfangsgerät, zu meinem Privateigentum zählen. Viel weniger noch muss ich mir über Immobilienbesitz, Firmenbeteiligungen, Investmentfonds oder Auslandskonten den Kopf zerbrechen. Einzig mein Eigentum an Büchern ist überdurchschnittlich umfangreich und macht mir spätestens vor einem weiteren Wohnungswechsel immer wieder beträchtliche Sorgen. Nach dem letzten Umzug wohnt der größte Teil meiner Bibliothek nun nicht mehr mit mir unter einem Dach, was eine günstige Voraussetzung dafür ist, mich innerlich von ihm zu lösen, um ihn nahezu schmerzfrei veräußern zu können. (Wenn ich diese Fragebogen-Strapaze hinter mich gebracht habe, werde ich hier gelegentlich von der weitaus lustvolleren und lehrreicheren Beschäftigung berichten, die in diesen Sommerwochen die gründliche Durchsicht meines kompletten Buchbestands für mich ist.)</p>
<p>X.23: <em>„Was gefällt Ihnen am Neuen Testament?“</em> – Diese Frage wird ja vermutlich bewusst im Rahmen einer kritischen Betrachtung des Verhältnisses zum Eigentum gestellt. An beiden Testamenten gefällt mir, dass sie unsere Sprache spätestens seit Luthers Übersetzung um viele prägnante und manche poetische Bilder bereichert haben, deren Herkunft freilich den meisten Nutzern nicht mehr bewusst ist. Wer weiß denn noch, dass mit der sprichwörtlichen „Wurzel allen Übels“ ursprünglich die Habsucht gemeint war (1 Tim 6, 10)? Sehr nahe ist mir die Stelle im Matthäus-Evangelium, wo vom ,wahren Schatz‘ die Rede ist (Mt 6, 19-21). Allerdings verorte ich den Hort dieses Schatzes nicht wie dort im Himmel oder in meinem Herzen, sondern als aufgeklärter Mensch in meinem Hirn.</p>
<p>X.24: <em>„Da zwar ein Recht auf Eigentum besteht, aber erst in Kraft tritt, wenn Eigentum vorhanden ist: könnten Sie es irgendwie verstehen, wenn die Mehrheit Ihrer Landsleute, um ihr Recht in Kraft zu setzen, Sie eines Tages enteignen würde?“</em> – Nein, …</p>
<p>X.25: <em>„Und warum nicht?“</em> – … denn bei mir gibt es nichts zu holen.</p>
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		<title>AtM X.16-20</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 14:03:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Questionnaire]]></category>
		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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		<description><![CDATA[
X.16: „Warum schenken Sie gerne?“ – Weil es mir Freude macht und mich auch ein wenig mit Stolz erfüllt, wenn ich an der Miene des Beschenkten sehe, dass ich seinen Geschmack und seine Bedürfnisse besser erkannt und verstanden habe, als er für möglich hielt.
X.17: „Wieviel Eigentum an Grund und Boden brauchen Sie, um keine Angst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/sklavereiheuteniger.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4330" title="sklavereiheuteniger" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/sklavereiheuteniger-400x261.jpg" alt="sklavereiheuteniger" width="400" height="261" /></a></p>
<p>X.16: <em>„Warum schenken Sie gerne?“</em> – Weil es mir Freude macht und mich auch ein wenig mit Stolz erfüllt, wenn ich an der Miene des Beschenkten sehe, dass ich seinen Geschmack und seine Bedürfnisse besser erkannt und verstanden habe, als er für möglich hielt.</p>
<p>X.17: <em>„Wieviel Eigentum an Grund und Boden brauchen Sie, um keine Angst zu haben vor der Zukunft? (Angabe in Quadratmetern.) Oder finden Sie, daß die Angst eher zunimmt mit der Größe des Grundeigentums?</em><em>“</em> – Ich finde, dass meine Angst vor der Zukunft aus ganz anderen Gründen herrührt als aus solch nichtigen Fragen des Grundeigentums; und ganz gewiss lässt sich meine Angst nicht in Quadratmetern ausmessen.</p>
<p>X.18: <em>„Wogegen sind Sie versichert?“</em> – Gegen einige mögliche Schadensfälle, gegen die ich machtlos bin, die nicht allzu unwahrscheinlich sind und deren Folgen ich nicht aus eigenen Mitteln beheben kann. Vermutlich muss ich aber zukünftig höhere Risiken eingehen, weil die Kosten einiger Versicherungen meine schrumpfenden Mittel übersteigen.</p>
<p>X.19: <em>„Wenn es nur noch das Eigentum gäbe an Dingen, die Sie verbrauchen, aber kein Eigentum, das Macht gibt über andere: möchten Sie unter solchen Umständen noch leben?“</em> – Über Eigentum an Dingen, die mir Macht über andere geben, verfüge ich nicht, habe ich noch nie verfügt und möchte ich auch künftig nicht verfügen. Allenfalls könnte man die ,Macht‘, die ich über meine minderjährigen Kinder hatte, mit der Verfügungsgewalt über Dinge in Verbindung bringen, die ursprünglich von mir angeschafft wurden, wie deren Kleidung, die tägliche Nahrung usw. Aber das ist hier wohl kaum gemeint, und übrigens war die ,Erziehungsgewalt‘ kaum ein Aspekt, der meine Lebensfreude gehoben hätte, stand doch eine gleichzeitige Verantwortung dagegen, die mich vielmehr belastete und zeitweise regelrecht beschwerte. Ich kenne also die Lebensverhältnisse gar nicht, von denen hier die Rede ist. Und übrigens kommt es mir vor, als wäre ich eher ärmer als reicher, wenn mein Überlebenswille von solchen Umständen abhinge wie der Macht über andere.</p>
<p>X.20: <em>„Wieviele Arbeitskräfte gehören Ihnen?“</em> – Vorab: Ich dachte, die Sklaverei [s. Titelbild] sei mindestens doch in Mitteleuropa abgeschafft. Und zur Frage: eine; nämlich meine eigene. (Allenfalls kurzfristig noch die bezahlte Arbeitskraft von Dienstleistern, wie des Taxifahrers, der Fußpflegerin usw. Aber die ,gehört‘ mir ja nicht eigentlich, ich ,miete‘ sie nur.)</p>
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		<title>AtM X.11-15</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 07:59:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Questionnaire]]></category>
		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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		<description><![CDATA[
X.11: „Wenn Sie auf der Straße stehenbleiben, um einem Bettler etwas auszuhändigen: warum machen Sie’s immer so flink und so unauffällig wie möglich?“ – Das ist endlich einmal eine  Annahme, die auch auf mich halbwegs zutrifft. Tatsächlich ist mir die öffentliche Gabe von Almosen unangenehm, vielleicht sogar peinlich. Woran mag das liegen? Schäme ich mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/ohnmachtdesprothesenmenschen.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4324" title="ohnmachtdesprothesenmenschen" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/ohnmachtdesprothesenmenschen-400x260.jpg" alt="ohnmachtdesprothesenmenschen" width="400" height="260" /></a></p>
<p>X.11: <em>„Wenn Sie auf der Straße stehenbleiben, um einem Bettler etwas auszuhändigen: warum machen Sie’s immer so flink und so unauffällig wie möglich?“</em> – Das ist endlich einmal eine  Annahme, die auch auf mich halbwegs zutrifft. Tatsächlich ist mir die öffentliche Gabe von Almosen unangenehm, vielleicht sogar peinlich. Woran mag das liegen? Schäme ich mich vor den Passanten, die zufällig Zeuge meiner praktizierten Barmherzigkeit werden? Was ist daran beschämend für mich? Oder fürchte ich mich, dass der Bettler mich in ein mir unangenehmes Gespräch ziehen könnte? Am ehesten ist es wohl die uneingestandene Befürchtung, die Passanten könnten mir unterstellen, ich wollte mit dieser kleinen Mildtätigkeit nur meinen Wohlstand und meine Güte öffentlich zur Schau stellen. Ein Gabe ist ja nur dann rein, wenn sie frei von jedem Nutzen für den Schenker gewährt wird. Selbst der Dank des Beschenkten mindert insofern die Reinheit der Gabe und damit ihren Wert.</p>
<p>X.12: <em>„Wie stellen Sie sich Armut vor?“</em> – Arm wäre ich, wenn ich nichts mehr geben könnte.</p>
<p>X.13: <em>„Wer hat Sie den Unterschied gelehrt zwischen Eigentum, das sich verbraucht, und Eigentum, das sich vermehrt, oder hat Sie das niemand gelehrt?“</em> – Ich kenne den Unterschied zwischen Eigentum, das in nützlichem Gebrauch ist, und Eigentum, das nutzlos sich selbst genügt, allenfalls noch dem Eigentümer ein trügerisches Gefühl von Sicherheit verschafft. Grundsätzlich habe ich mich in allen Fragen der ,Lebenskunst‘, wozu auch die eigene Haltung zum Eigentum gehört, selbst unterrichtet und mich nicht auf fehlbare Lehrer verlassen.</p>
<p>X.14: <em>„Sammeln Sie auch Kunst?“</em> – Zweideutige Frage! Es kann gemeint sein: ,Sammeln sie auch, wie manch andere wohlhabende Menschen, Kunst?‘ Oder aber: , Sammeln sie, neben manch anderem wie Büchern oder Briefmarken, auch Kunst?‘ Ich vermute, dass hier die erste Bedeutungsvariante gemeint ist, steht doch diese Leidenschaft immer unter dem Verdacht, keinen hehren ideellen, sondern schnöden materiellen Interessen zu gehorchen. Nein, ich sammle keine Kunst und würde es auch nicht tun, wenn mir die Mittel dazu zur Verfügung stünden. Wenn mir daran läge, die Kunst zu fördern, dann würde ich eher Akademien und Museen sponsern, Stipendien gewähren oder einen Kunstpreis ausloben.</p>
<p>X.15: <em>„Kennen Sie ein freies Land, wo die Reichen nicht in der Minderheit sind, und wie erklären Sie es sich, daß die Mehrheit in solchen Ländern glaubt, sie sei an der Macht?“</em> – Der Fragende hat, wie es scheint, ein Verständnis von (nationaler, staatlicher) Macht, das ich mindestens nicht mehr für zeitgemäß halte, wenn es überhapt jemals mit der Realität übereinstimmte. Macht von Minderheiten über Mehrheiten in der menschlichen Gemeinschaft ist zu allen Zeiten immer ein labiler, vorübergehender, zahllosen Zufälligkeiten unterworfener Zustand gewesen. Die halbwegs solide Machthaberschaft hatte ihre beste Zeit in jenen Epochen, als die Gemeinwesen noch relativ autark voneinander existierten, Handel über größere Entfernungen die Ausnahme war, ein Expansionsdruck von Nachbarvölkern durch Übervölkerung, lokale Katastrophen, Rohstoffmangel u. ä. nicht auftrat. In der gegenwärtigen Menschenwelt des 21. Jahrhunderts sind selbst die sog. führenden Industrienationen mit den USA an der Spitze nicht mehr <em>mächtig</em> in dem Sinne, dass ihre politischen und wirtschaftlichen Führungseliten wirklich die Lage unter Kontrolle hätten, weder in den eigenen Staatsgrenzen noch nach außen hin. Vielmehr haben die Globalisierung der Handelswege und Finanzmärkte, die weltweite Vernetzung der Informations- und Kommunikationsmittel und die mehrheitliche Anerkennung eines globalen Standards von Menschenrechten zu einem vorübergehenden Zustand geführt, den ich ,balanciertes Chaos‘ nennen würde – vorübergehend deshalb, weil ein entscheidender Faktor, unsere Gesamtpopulation, global noch immer <a href="http://www.hansmartinstoenner.privat.t-online.de/worldpop.htm">nahezu exponentiell</a> zunimmt, zugleich jedoch nicht erneuerbare Energie- und Rohstoffressourcen immer schneller verbraucht werden. Dass auch die Mächtigsten heute gegenüber den Folgen unseres weiterhin ungebremsten Wachstums ohnmächtig sind, hat sich beispielsweise gerade bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gezeigt [s. Titelbild], die weder der mächtigste Politiker der Welt, Barack Obama, noch das Management eines der mächtigsten Energiekonzerne der Welt, von BP, verhindern konnte. – Das Bild der Staatenwelt und ihrer Herrschaftsstruktur, das in der Frage aus dem vorigen Jahrhundert gezeichnet wird, kommt mir, zusammengefasst gesagt, vor wie ein Holzschnitt aus fernen, gemütlicheren Zeiten.</p>
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		<title>AtM X.6-10</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 12:02:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Questionnaire]]></category>
		<category><![CDATA[Würfelwürfe]]></category>

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		<description><![CDATA[
X.6: „Empfinden Sie das Geld schon als Eigentum oder müssen Sie sich dafür irgendetwas kaufen, um sich als Eigentümer zu empfinden, und wie erklären Sie es sich, daß Sie sich umso deutlicher als Eigentümer empfinden, je mehr Sie meinen, daß man Sie um etwas beneidet?“ – Zur Abwechslung zwei Fragen in einem Satz, dazu noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/baumfaelligkeit.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4319" title="baumfaelligkeit" src="http://www.revierflaneur.de/wp-content/uploads/2010/07/baumfaelligkeit-400x253.jpg" alt="baumfaelligkeit" width="400" height="253" /></a></p>
<p>X.6: <em>„Empfinden Sie das Geld schon als Eigentum oder müssen Sie sich dafür irgendetwas kaufen, um sich als Eigentümer zu empfinden, und wie erklären Sie es sich, daß Sie sich umso deutlicher als Eigentümer empfinden, je mehr Sie meinen, daß man Sie um etwas beneidet?“</em> – Zur Abwechslung zwei Fragen in einem Satz, dazu noch zwei, die auf den ersten Blick nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Zur ersten: Nein, Geld und konkrete materielle Güter gelten mir gleichermaßen als Eigentum, auch wenn ich das Geld noch lose in der Tasche trage und nicht einmal weiß, was ich mir dafür kaufen kann. Natürlich hat Geld als spezielle Form von Eigentum seine Besonderheiten, es verändert unter bestimmten Bedingungen seinen Wert, gewinnt oder verliert also an Kaufkraft, und so weiter. Aber auch andere Arten von Eigentum haben solche Eigenheiten. Es gibt <em>verderbliches</em> Eigentum (z. B. Obst), <em>unbewegliches</em> Eigentum (z. B. Boden), <em>unersetzliches</em> Eigentum (z. B. das Kriegstagebuch meines Vaters), und so weiter. Die zweite Frage unterstellt wieder einmal etwas Unzutreffendes: Mitnichten werde ich Eigentümer höheren Grades, wenn mich der Neid meiner Mitmenschen erreicht. Allenfalls erscheint mir das Eigentum, um das ich beneidet werde, dadurch wertvoller, aber ich empfinde mich doch nicht desto ,deutlicher‘ als Eigentümer einer Sache, je wertvoller sie ist oder anderen erscheint. Erneut richtet der Fragende hier einen Begriffssalat an, der mir nicht munden will und dessen Untersuchung nicht einmal unbeabsichtigt zu einem Erkenntnisfortschritt führt.</p>
<p>X.7: <em>„Wissen Sie, was Sie brauchen?“</em> – Wenn dies die Frage nach dem Existenzminimum sein soll, dann habe ich davon mindestens eine ungefähre Vorstellung. Heutzutage, vierzig Jahre nach der Fragestellung, gibt es in Deutschland ja auch eine relativ genau Beschreibung des Mindestbedarfs eines Mensch hierzulande, um ein menschenwürdiges Leben, oder doch wenigstens ein Überleben ohne schwere Entbehrungen, Mangelerscheinungen und Krankheiten führen zu können. In Geld ausgedrückt sind das zurzeit maximal 359 Euro für einen allein lebenden (bzw. alleinerziehenden) Erwachsenen monatlich. Da ich aber in einer Bedarfsgemeinschaft lebe, wären es für mich nur 323 Euro. Hiervon müsste ich als Hartz-IV-Abhängiger meinen Bedarf an Nahrung, Getränken und Tabakwaren, Freizeit und Kultur, Bekleidung und Schuhen, Telefon und Internet, Körperpflege und Hygiene, Möbel und Haushaltsgeräten, Medikamenten und Hilfsmitteln zur Gesundheitspflege sowie zur Beförderung decken und meine Wohnneben- und Energiekosten bestreiten. (Miete und Heizkosten werden nicht pauschal abgegolten, sondern individuell abgerechnet.) Das würde sehr knapp, ist aber nach meiner Selbsteinschätzung möglich. Die größten Schwierigkeiten bekäme ich vermutlich mit der Aufrechterhaltung meines Weblogs, das für mein Selbstwertgefühl und meine Lebensfreude einen sehr hohen Stellenwert hat und dessen zwangsweise Unterbindung aus Kostengründen mit einem vermutlich folgenschweren Sinnverlust für mein Leben einherginge. Andererseits befinde ich mich in der komfortablen Lage, keine Kosten für Alkohol und Tabak tragen zu müssen, ebensowenig für ein Auto oder Handy – vier Posten, die bei den meisten meiner Zeitgenossen ganz gehörig zu Buche schlagen. Zudem ist die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs für mich nahezu kostenfrei, da ich schwerbehindert bin. Zurück zur Frage: Weiß ich, was ich brauche? Ich habe einmal ausprobiert, wie es sich anfühlt, wenn ich zwei Wochen keine feste Nahrung zu mir nehme. So schnell fällt man nicht vom Fleisch; allerdings steigen im Winter durch Hungern die Heizkosten, weil man leichter friert. Da muss man dann sehen, dass man nicht an der falschen Stelle spart. Kurzum: Ich glaube, die Frage mit Fug und Recht mit ,Ja‘ beantworten zu können. Bei einem Absturz ins Existenzminimum würde ich keine große Überraschung erleben.</p>
<p>X.8: <em>„Gesetzt den Fall, Sie haben ein Grundstück gekauft: wielange dauert es, bis Sie die Bäume auf diesem Grundstück als Eigentum empfinden, d. h., daß das Recht, diese Bäume fällen zu lassen, Sie beglückt oder Ihnen zumindest selbstverständlich vorkommt?</em><em>“</em> – Dies ist wieder ein gesetzter Fall, in den ich mich schlecht bis gar nicht hineinversetzen kann. Unsere vorige Mietwohnung war von den Häusern wohlhabender Eigentümer umstellt, die ihre Verfügungsgewalt über Haus und Grund fortwährend durch aufwendige, geräuschvolle und für uns stille Nachbarn lästige Maßnahmen demonstrieren mussten [s. Titelbild]. Das Bäumefällen war dabei eine besonders nervtötende Intervention, zumal ich den Eindruck hatte, dass die betroffenen Gewächse lange vor der Zeit beseitigt wurden. Vor gleich welchen Eingriffen in die Natur halte ich mich an die Maxime: ,Nur so viel wie unvermeidlich!‘ Ein Gefühl der Beglückung aber würde ich beim Fällen eines Baumes gewiss niemals empfinden.</p>
<p>X.9: <em>„Erleben Sie einen Hund als Eigentum?“</em> – Unsere Hündin erweist sich als unser Eigentum hauptsächlich durch die Pflichten, die wir ihr gegenüber wahrnehmen, durch unseren guten Willen, ihr ein artgerechtes, freudvolles Leben zu ermöglichen. Wir sorgen für ihre Ernährung, verschaffen ihr genügend freien Auslauf in der Natur und ein Dach überm Kopf. Wir waren sogar eine Weile bereit, ihr zu Nachwuchs zu verhelfen, weil wir diesen natürlichen Gang der Dinge als ihr unveräußerliches Recht empfanden, und führten sie mehrfach in der Hitze mit einem attraktiven Rüden namens Baloo zusammen. Dass es damit nicht geklappt hat und danach wegen unserer veränderten Lebensumstände nicht mehr zu verwirklichen war, bedauern wir noch heute und haben Lola gegenüber deswegen ein schlechtes Gewissen.</p>
<p>X.10: <em>„Mögen Sie Einzäunungen?“</em> – Weder von innen noch von außen; es sei denn, sie bewahren mich davor, von Kampfhunden zerfleischt zu werden.</p>
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