Samstag, 15. Oktober 2011

Bevor ich auf unabsehbare Zeit, vielleicht für zwei Wochen, vielleicht auch für immer verstumme, muss ich hier mit der letzten Kraft doch eine Orientierungsfahne einpflanzen.

Sollte mir die Gelegenheit vergönnt sein, dann werde ich nach meiner Rückkehr an den Arbeitsplatz ein neues Projekt in diesem Blog starten. Ich will dann ganz unmittelbar aus dem Erlebnis des alltäglichen Tages heraus schreiben.

Und über den Tag hinaus jedenfalls nur insofern, als alles Augenblickliche Vergangenes in sich zu bergen imstande ist. Zukunft hingegen, das ist mir zuletzt ganz deutlich geworden, ist reine Einbildung; grundlose Hoffnung leider, aber glücklicherweise und zum Ausgleich auch grundlose Befürchtung.

Vielleicht wächst mein Schreiben nach den Erschütterungen, die ich jetzt durchlebe, doch noch ein Stückchen über mich selbst hinaus, wer weiß? In den vergangenen Wochen und Monaten litt ich im Gegenteil unter einem erbärmlichen Schrumpfen und Verkümmern.

Und andernfalls ist ja auch Schweigen nicht ganz ohne. Manchmal scheint mir jetzt, dass diese tumultante Menschenwelt unter Schwierigkeiten leidet wie manch junge Mutter: Stillprobleme.

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