Kaffeesatz

kaffeesatz

Ein Blick in die Zukunft zum Jahreswechsel. Dass ich das kommende Jahr überlebe, scheint mir heute wenig wahrscheinlich. Ich habe da so ein unbestimmtes Vernichtungsgefühl. Vielleicht geht das vielen anderen Menschen ähnlich? So wie sie aussehen, möchte man’s nicht rundweg in Abrede stellen. Mundwinkel, die aufwärts weisen, werden immer rarer.

Am letzten Tag der Nullerjahre verspricht uns die Bundesregierung, alles zu tun, um Wachstum zu schaffen, wie ich gerade in den Nachrichten höre. Sie bemüht sich also darum, den Motor der Klimaschädigung auf noch höhere Touren zu bringen. Der Gipfel in Kopenhagen war ein Desaster? Na, dann wenden wir uns wieder der Arbeitsmarktpolitik zu!

Wir kommen zum Sport. Schumi sitzt bald wieder hinterm Steuer, Deutschland atmet auf. Wenn er dann mal alt in seinem Liegestuhl rumschaukelt, dann wird die Welt eine andere sein. Oder wenn er in seinem Schaukelstuhl rumliegt? Aber egal.

Wir kommen zum Wetter. Der Jahreszeit entsprechend trüb, feucht, kalt, deprimierend. Es kann nur besser werden. Doch ist das überhaupt noch ein Thema? Alle reden vom Wetter, wir nicht. Wir reden ab sofort nur noch vom Klima. Man sagt dann künftig nicht mehr: Scheißwetter wieder heute! Sondern: Scheißklima wieder heuer!

Und zuletzt die Lottozahlen für Zweitausendzehn: zwölf, dreiundzwanzig, neunundzwanzig, fünfunddreißig, dreiundvierzig, siebenundvierzig. Zusatzzahl: zwei. Superzahl: sieben.

2 Responses to “Kaffeesatz”

  1. Günter Landsberger Says:

    Prost Blitz! Die Zeit vergeht wie im Flugzeug.

  2. Günter Landsberger Says:

    Sogar die Zeitangabe kann hier vor Ungeduld das Vergehen der Zeit nicht erwarten. Auch im Winter (11:05) wird hier immer noch (oder im Vorgriff schon?) die Sommerzeit (12:05) angegeben.

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