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	<title>Kommentare zu: Auch ich, auch du.</title>
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	<description>Kleine Schritte weg von der Mitte</description>
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		<title>Von: Günter Landsberger</title>
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		<dc:creator>Günter Landsberger</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 08:14:10 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn man mit Konventionen bewusst bricht, muss man die Konventionen kennen. Ich glaube nicht so ganz an diese Nullpunkttheorie. Obwohl es Ausnahmen geben wird.

Das Einfachste wäre es, diese Vorformen unauffindbar zu vernichten, um den absoluten Bruch und Neuanfang zu suggerieren. Bei Rilke wäre es z. B. manchmal besser gewesen, wenn er sein Erstes und Allererstes nicht zugänglich gelassen hätte.

Schau Dir aber auch die Anfänge der Lyrik Georg Trakls an, der doch auch als Expressionist &quot;eingeordnet&quot; wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man mit Konventionen bewusst bricht, muss man die Konventionen kennen. Ich glaube nicht so ganz an diese Nullpunkttheorie. Obwohl es Ausnahmen geben wird.</p>
<p>Das Einfachste wäre es, diese Vorformen unauffindbar zu vernichten, um den absoluten Bruch und Neuanfang zu suggerieren. Bei Rilke wäre es z. B. manchmal besser gewesen, wenn er sein Erstes und Allererstes nicht zugänglich gelassen hätte.</p>
<p>Schau Dir aber auch die Anfänge der Lyrik Georg Trakls an, der doch auch als Expressionist &#8220;eingeordnet&#8221; wird.</p>
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		<title>Von: Revierflaneur</title>
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		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 07:20:29 +0000</pubDate>
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		<description>Das mag für die Literaturgeschichte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts seine Gültigkeit haben. Die mit allen Konventionen und Traditionen brechenden literarischen Strömungen des 20. Jahrhunderts - wie Dadaismus, Futurismus, Surrealismus, Konkrete Poesie, Absurdes Theater und eben auch schon der hier in Rede stehende Expressionismus - waren in ihrer Voraussetzungslosigkeit so radikal anders und traten mit einer solchen Unmittelbarkeit in Erscheinung, dass bei ihren &quot;Erfindern&quot; oft keine allmähliche Entwicklung aus älteren Vorbildern erkennbar ist. Hugo Ball oder August Stramm kamen quasi aus dem Nichts mit ihrer provokativen, nie zuvor gehörten Poesie. Und wenn man ein paar Jahre später einen solchen Tonfall und solche Stilmittel bloß aufgreift und dabei noch hinter ihrer Radikalität zurückbleibt, wie Hans Siemsen mit seinem &quot;Auch ich, auch Du&quot;, dann fällt man insofern aus der damals modernen Zeit, als man der Forderung nach einer absoluten Individualität und Originalität nicht gerecht wird. Das war es, was ich zur Bewertung des Siemsenschen Erstlings anmerken wollte. Und bezeichnenderweise hat er sich von dieser Schreibweise, die ihm wesensmäßig völlig fremd war, sehr bald abgewandt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das mag für die Literaturgeschichte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts seine Gültigkeit haben. Die mit allen Konventionen und Traditionen brechenden literarischen Strömungen des 20. Jahrhunderts &#8211; wie Dadaismus, Futurismus, Surrealismus, Konkrete Poesie, Absurdes Theater und eben auch schon der hier in Rede stehende Expressionismus &#8211; waren in ihrer Voraussetzungslosigkeit so radikal anders und traten mit einer solchen Unmittelbarkeit in Erscheinung, dass bei ihren &#8220;Erfindern&#8221; oft keine allmähliche Entwicklung aus älteren Vorbildern erkennbar ist. Hugo Ball oder August Stramm kamen quasi aus dem Nichts mit ihrer provokativen, nie zuvor gehörten Poesie. Und wenn man ein paar Jahre später einen solchen Tonfall und solche Stilmittel bloß aufgreift und dabei noch hinter ihrer Radikalität zurückbleibt, wie Hans Siemsen mit seinem &#8220;Auch ich, auch Du&#8221;, dann fällt man insofern aus der damals modernen Zeit, als man der Forderung nach einer absoluten Individualität und Originalität nicht gerecht wird. Das war es, was ich zur Bewertung des Siemsenschen Erstlings anmerken wollte. Und bezeichnenderweise hat er sich von dieser Schreibweise, die ihm wesensmäßig völlig fremd war, sehr bald abgewandt.</p>
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		<title>Von: Günter Landsberger</title>
		<link>http://www.revierflaneur.de/2008/10/16/donnerstag-16-okt-2008-auch-ich-auch-du/comment-page-1/#comment-769</link>
		<dc:creator>Günter Landsberger</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 05:21:25 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Der junge Poet beginnt seine schriftstellerische Laufbahn als Epigone.&quot;

Ist das nicht fast die Regel? Beginnen nicht fast alle Schriftsteller ... als Epigonen, oft sogar die später ganz großen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der junge Poet beginnt seine schriftstellerische Laufbahn als Epigone.&#8221;</p>
<p>Ist das nicht fast die Regel? Beginnen nicht fast alle Schriftsteller &#8230; als Epigonen, oft sogar die später ganz großen?</p>
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