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	<title>Kommentare zu: Ivn istn, eivn istn!</title>
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	<description>Kleine Schritte weg von der Mitte</description>
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		<title>Von: Revierflaneur</title>
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		<dc:creator>Revierflaneur</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 13:36:55 +0000</pubDate>
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		<description>Dieser Ausspruch stammt von Alfred Polgars Cousine, mit der er als kleiner Bub Theaterstücke aufgeführt hat:

&quot;Auf den Höhepunkten der Handlung (oder wenn ihr nichts mehr einfiel) sprach meine Cousine folgenden geheimnisvollen Satz: ,Ivn istn, eivn istn, kolin, molin, zin, zin, zin!&#039; Ich weiß bis heute nicht, was er bedeutet, und sie hat es vermutlich nie gewußt. Aber er schloß eine ungeheure Menge von Möglichkeiten in sich ein. Er klang wie Gottes Richterspruch, unverstehbar den Sterblichen; oder wie eine Extrakt-Formel für des Lebens und des Theaters Unvernunft; oder wie ein magischer Satz, der die Holzklötzchen [die plumpen Marionetten dieses kindlichen Theaterspiels] aus der Verzauberung zu beseelten Figuren wieder in die tote Unempfindsamkeit ihrer Holzklötzchenschaft entließ.&quot;

(Alfred Polgar. &lt;em&gt;Ja und Nein.&lt;/em&gt; Darstellungen von Darstellungen. Hrsg. v. Wolfgang Drews. Hamburg: Rowohlt Verlag, 1956, S. 7.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Ausspruch stammt von Alfred Polgars Cousine, mit der er als kleiner Bub Theaterstücke aufgeführt hat:</p>
<p>&#8220;Auf den Höhepunkten der Handlung (oder wenn ihr nichts mehr einfiel) sprach meine Cousine folgenden geheimnisvollen Satz: ,Ivn istn, eivn istn, kolin, molin, zin, zin, zin!&#8217; Ich weiß bis heute nicht, was er bedeutet, und sie hat es vermutlich nie gewußt. Aber er schloß eine ungeheure Menge von Möglichkeiten in sich ein. Er klang wie Gottes Richterspruch, unverstehbar den Sterblichen; oder wie eine Extrakt-Formel für des Lebens und des Theaters Unvernunft; oder wie ein magischer Satz, der die Holzklötzchen [die plumpen Marionetten dieses kindlichen Theaterspiels] aus der Verzauberung zu beseelten Figuren wieder in die tote Unempfindsamkeit ihrer Holzklötzchenschaft entließ.&#8221;</p>
<p>(Alfred Polgar. <em>Ja und Nein.</em> Darstellungen von Darstellungen. Hrsg. v. Wolfgang Drews. Hamburg: Rowohlt Verlag, 1956, S. 7.)</p>
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	<item>
		<title>Von: Matta Schimanski</title>
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		<dc:creator>Matta Schimanski</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 10:48:01 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Ivn istn, eivn istn!&quot;

Was soll das denn heißen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ivn istn, eivn istn!&#8221;</p>
<p>Was soll das denn heißen?</p>
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	<item>
		<title>Von: Günter Landsberger</title>
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		<dc:creator>Günter Landsberger</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 05:13:39 +0000</pubDate>
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		<description>Der Zufall war es wohl, der mich vor weniger als 20 Jahren auf ein Buch von Fritz Naschitz (&quot;Literarische Essays / Bekenntnisse und Rezensionen&quot;, Gerlingen 1989) stoßen ließ.
 
Heute nun durch das Stichwort des Namens &quot;Alfred Polgar&quot; wieder daran erinnert, finde ich auf den mehr als 600 Naschitz-Seiten den &quot;Meister-Feuilletonisten&quot;, den &quot;Marquis Prosa&quot; Alfred Polgar tatsächlich an neun exponierten Essay-Stellen ausführlicher erwähnt. Drei wörtliche Zitate Polgars fallen bei Naschitz vor allem auf:

1.) 
Der bei Naschitz gleich dreimal an verschiedenen Orten  zitierte &quot;Sinnspruch&quot; Polgars &quot;über das Emigranten-Schicksal&quot; (a. a. O., S. 267):
     
&quot;Die Fremde ist  nicht Heimat geworden - aber die Heimat: Fremde!&quot; 
(S. 333)

2.) 
&quot;Alfred Polgar, dessen anschauliche Theaterkritiken die Wertbegriffe unserer Epoche bis auf den Grund erhellten, sah in Bassermann eine Gestalt, die &quot;aus der Sphäre des Naturwahren in die gültigere, wahrere Kunst&quot; zu entrücken versteht. &quot;Jeder Augenblick&quot;, fährt er fort, &quot; offenbart Persönlichkeit, jeder Zug im Bilde ist Charakterzug. Vollendete darstellerische Leistungen, von Geist geadelt, überlegen dem Theater, das - wie wunderlich - seinen totgeglaubten Zauber wieder übt.&quot; (Fritz Naschitz, a. a. O., S. 353)

3.) 
Alfred Polgar über Alexander Moissi:

&quot;Moissi bläst die muntre Flöte, die aus einer Trauerweide geschnitzt ist.&quot; (S. 404)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Zufall war es wohl, der mich vor weniger als 20 Jahren auf ein Buch von Fritz Naschitz (&#8220;Literarische Essays / Bekenntnisse und Rezensionen&#8221;, Gerlingen 1989) stoßen ließ.</p>
<p>Heute nun durch das Stichwort des Namens &#8220;Alfred Polgar&#8221; wieder daran erinnert, finde ich auf den mehr als 600 Naschitz-Seiten den &#8220;Meister-Feuilletonisten&#8221;, den &#8220;Marquis Prosa&#8221; Alfred Polgar tatsächlich an neun exponierten Essay-Stellen ausführlicher erwähnt. Drei wörtliche Zitate Polgars fallen bei Naschitz vor allem auf:</p>
<p>1.)<br />
Der bei Naschitz gleich dreimal an verschiedenen Orten  zitierte &#8220;Sinnspruch&#8221; Polgars &#8220;über das Emigranten-Schicksal&#8221; (a. a. O., S. 267):</p>
<p>&#8220;Die Fremde ist  nicht Heimat geworden &#8211; aber die Heimat: Fremde!&#8221;<br />
(S. 333)</p>
<p>2.)<br />
&#8220;Alfred Polgar, dessen anschauliche Theaterkritiken die Wertbegriffe unserer Epoche bis auf den Grund erhellten, sah in Bassermann eine Gestalt, die &#8220;aus der Sphäre des Naturwahren in die gültigere, wahrere Kunst&#8221; zu entrücken versteht. &#8220;Jeder Augenblick&#8221;, fährt er fort, &#8221; offenbart Persönlichkeit, jeder Zug im Bilde ist Charakterzug. Vollendete darstellerische Leistungen, von Geist geadelt, überlegen dem Theater, das &#8211; wie wunderlich &#8211; seinen totgeglaubten Zauber wieder übt.&#8221; (Fritz Naschitz, a. a. O., S. 353)</p>
<p>3.)<br />
Alfred Polgar über Alexander Moissi:</p>
<p>&#8220;Moissi bläst die muntre Flöte, die aus einer Trauerweide geschnitzt ist.&#8221; (S. 404)</p>
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